Dienstag, 11.12.2018
und es schmeckt schon wieder

Gewinne, Gewinne

Sorry!
Heute nichts zu gewinnen.

Digitaler Studienassistent

Im neuen Verbundprojekt „Studienindividualisierung durch digitale, datengestützte Assistenten (SIDDATA)” arbeitet die Leibniz Universität Hannover (LUH) an der Entwicklung eines digitalen Assistenten („Robo-Software“), der Studierenden bei der besseren Gestaltung ihres persönlichen Studienweges helfen soll. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben im Rahmen des Forschungsprogramms „Innovationspotentiale digitaler Hochschulbildung“ mit insgesamt 3,9 Millionen Euro, von denen die LUH rund eine Million Euro erhält.
Das Projekt untersucht, ob und auf welche Weise Studierende bei der Erreichung ihrer individuellen Bildungsziele effizient unterstützt werden können, indem bislang unverknüpfte Daten und Informationen in einem individuellen, digitalen Studienassistenten zusammengeführt werden. Als Basis für die „Arbeit“ des digitalen Assistenten dienen vorhandene Daten zu Kursen, Inhalten, Lernfortschritt und Leistungen. Hieraus soll der Assistent Empfehlungen für den weiteren Studienweg und sinnvolle Studienoptionen ableiten. Das Projekt setzt hierbei auch auf Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen. Das Institut für Wirtschaftsinformatik stellt sich der Herausforderung, den IT-Gesamtprojektmanagementprozess sowie den Software-Qualitätsmanagementprozess zu entwickeln, zu implementieren und durchzuführen.

To beam or not to beam

Beamen, Warpantrieb, Kraftfelder – der Besatzung des Raumschiffs Enterprise steht eine Vielzahl an technischen Möglichkeiten zur Verfügung, unsere Galaxie zu erforschen. Ganz intuitiv nimmt man gewöhnlich an, dass bei dieser Science Fiction das „Fiction“ im Vordergrund steht. Aber ist dem wirklich so? Star Trek begeistert und inspiriert Generationen von Fans, und nicht wenige von diesen arbeiten als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Viele der Konzepte von Star Trek – so phantastisch sie auch am Anfang klangen – haben in der Tat Einzug in das tägliche Leben gefunden.

Prof. Alexander Szameit, Institut für Physik, Universität Rostock, gibt am Sonnabend, 24. November 2018, um 11:00 Uhr während der Saturday Morning Lecture an der Leibniz Universität Hannover einen Einblick in die physikalischen Grundkonzepte von Star Trek. Veranstaltungsort ist der Große Physiksaal e214 im Welfenschloss, Welfengarten 1, in Hannover. Das Ergebnis wird deutlich sein: Viel von dem, was in Star Trek berichtet wird, hat mehr mit echter Wissenschaft zu tun, als vielen Menschen klar ist.


Weitere Infos bei Dipl.-Phys. Matthias Schlenk, Fakultät für Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover, Tel. (0511) 762-2873 oder per Mail unter Matthias.Schlenk@aei.mpg.de.



Kaiser-Friedrich-Forschungspreis für Leibniz Universität

Wissenschaftler des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien (HOT) und des Instituts für Technische Chemie (TCI) der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover sind am 18. Oktober 2018 mit dem renommierten Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2018 ausgezeichnet worden. Der Preis, der alle zwei Jahre in der Kaiserpfalz in Goslar verliehen wird, zeichnet Ergebnisse aus der Forschung aus, die ein hohes Innovationspotential für technische und naturwissenschaftliche Entwicklungen und eine deutliche Perspektive für die Umsetzung in neue Produkte oder Verfahren erkennen lassen. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert. 

Der diesjährigen Kaiser-Friedrich-Forschungspreis ging an das interdisziplinäre Team SmartSens: Dieser neuartigen Technologie zugrundeliegende Kunststoffchip funktioniert als hoch-effizientes medizinisches Labor. In Verbindung mit der technischen Ausstattung eines handelsüblichen Smartphones können künftig gesundheitsrelevante Werte im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten von Anwendern direkt vor Ort gemessen werden – mobil und ohne Arztpraxis oder Labor. Die Flüssigkeit wird über den Sensorchip geleitet, durch das Smartphone erfasst und vor Ort ausgewertet.
Weitere Infos bei Prof. Dr. Bernhard Roth, Hannoversches Zentrum für Optische Technologien an der LUH, Tel. (0511) 76217907 oder per E-Mail unter bernhard.roth@hot.uni-hannover.de.

Inklusion 4.0 schafft Arbeitsplätze

Der fortschreitende Einsatz von Digitalisierung und Robotik geht vermeintlich oftmals mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen einher. Dass durch die Digitalisierung jedoch auch Arbeitsplätze geschaffen werden können, zeigt ein praktisches Anwendungsbeispie: Der Schaltschränkehersteller Schubs aus Hameln hat mit Unterstützung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hannover „Mit uns digital!“ einen digitalen Assistenten entwickelt. Das Gerät projiziert mit einem Beamer jedes Bauteil bei der Montage dorthin, wo es festgeschraubt werden muss und meldet anschließend automatisch, ob das Teil richtig montiert wurde. Vorher war die Montage der Schaltschränke mit Stücklisten, Aufbauplänen und Etikettenblättern zur Anleitung und Dokumentation recht kompliziert und konnte nur von Fachpersonal umgesetzt werden – Personal, das dem Unternehmen an anderer Stelle fehlte. Dank des digitalen Assistenten können die Schaltschränke nun auch von Menschen mit Handicap montiert werden. Die Schubs GmbH konnte 14 Menschen mit Behinderung zusätzlich einstellen. So federt das neue System auch den Fachkräftemangel ab, denn ausgebildete Elektriker sind derzeit rar.
Der Geschäftsführer der Firma Schubs, Axel Schulz, hatte bereits vor längerer Zeit die Vision, Montageprozesse digital zu unterstützen. Für die Umsetzung bewarb er sich beim Kompetenzzentrum: „Alleine hätten wir das kaum geschafft. Uns fehlte vor allem die nötige Zeit und Erfahrung im Umgang mit Programmiersystemen.“ Das Zentrum entwickelte für Schubs einen Softwaredemonstrator, der sich intuitiv bedienen lässt, und stellte die Hardware zusammen. „Wir versuchen, praxistaugliche Lösungen für den Mittelstand zu finden, die sich leicht umsetzen lassen – ohne riesige Investitionen oder IT-Fachwissen in den Firmen“, sagt Dr.-Ing. Michael Rehe, Geschäftsführer von „Mit uns digital“.
Weitere Infos bei Gerold Kuiper, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover der LUH, Tel. (0511) 762 18325 oder per E-Mail unter kuiper@mitunsdigital.de.



Blockchain-Kompetenznetzwerk

Studierende der Leibniz Universität Hannover (LUH) bieten mit dem Blockchain-Kompetenznetzwerk (BKN) ab sofort Beratungsdienstleistungen mit den Schwerpunkten Blockchain, Künstliche Intelligenz und Big Data an. Die studentische IT-Beratung stellt sich ganz explizit den Fragen der Digitalisierung. „Wir sind überzeugt, dass diese Technologien Schlüssel und Treiber jeder zentralen Entwicklung der nächsten Jahre sein werden“, sagt der Gründer der Initiative, Doktorand Alexander Johnston.
Das Blockchain-Kompetenznetzwerk ist aus einem interdisziplinären Kreis von Studierenden und Doktoranden der LUH hervorgegangen. Der Begriff Blockchain steht für eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, genannt Blöcke, die mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind. Der Name der Initiative soll den besonderen Stellenwert der Blockchain als zukünftige Basistechnologie hervorheben. Gleichzeitig ist die Überschneidung zu Themen wie Big Data, Deep Learning und verwandten Bereichen der Künstlichen Intelligenz wichtig.
Das BKN bietet Unternehmen, NGOs und öffentlichen Verwaltungen individuell angepasste Beratungsdienstleistungen an.
Neben der Beratung von Firmen und Verwaltungen bietet die Unternehmensberatung auch öffentliche Veranstaltungen an und hilft bei der Vernetzung von regionalen und überregionalen Akteuren. Dafür soll ein Beirat mit herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Akteuren aus Wirtschaft und Politik gegründet werden. Erste Zusagen von Professoren gibt es bereits.
Studierende und Promovierende aller Fachbereiche und aller hannoverschen Hochschulen sind eingeladen, zu einem der wöchentlichen Treffen zu kommen. Diese finden jeden Mittwoch um 18 Uhr in der Bibliothek des Instituts für Rechtsinformatik (IRI) im 8. Stock des Conti-Hochhauses, Königsworther Platz 1, statt. Weitere Informationen unter www.blockchain-kompetenznetzwerk.de   



Offene Universität für Frauen

An der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung der Leibniz Universität Hannover veranstaltet die Offene Universität für Frauen ab 15.10. wieder zwei Kurse im Rahmen ihres viersemestrigen wissenschafts- und praxisorientierten Weiterbildungsangebots. Das Programm hilft, Erschließungskompetenzen zu erweitern, eigene Stärken zu entdecken sowie neues Wissen zu erwerben. Dazu gehören u.a. die mit praktischen Übungen verbundenen Themen Konfliktmanagement, Kommunikations-, Präsentations- und Schreibtrainings sowie Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Inhaltlich werden Themen rund um Geschlechterbeziehungen, Arbeitswelt und gesellschaftlichen Wandel u.v.a. gesellschaftspolitische und soziologische Fragestellungen ausgeleuchtet. Das Angebot richtet sich an Frauen, die sich in einer Lebensphase der privaten und/oder beruflichen Neuorientierung befinden, sowie an Frauen, die sich wünschen, neue, intensive Lernerfahrungen zu machen und Chancen zur persönlichen Weiterentwicklung wahrzunehmen. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt!
Zum Wintersemester 2018/19 starten wir am 15.10. einen Vormittagskurs (Mo u. Mi, 8.45-12.00 Uhr) sowie einen Abendkurs (Mo, 18.00-20.45 Uhr). In den Schulferien finden keine Seminare statt. Näheres erfahren Sie auf unseren Informationsveranstaltungen am Mo, 28.05, um 16.00 Uhr, Mi, 06.06., Mi, 15.08. und Mi, 12.09., jeweils um 10.00 Uhr, am Mo, 04.06., 13.08. und 10.09., jeweils um 18.00 Uhr, in der Leibniz Universität Hannover, Schloßwender Str. 7, 30159 Hannover (auf dem Hof), Auskunft: Britta Jahn (0511/762-19108), Shahrsad Amiri (762-14194) oder im Internet unter: www.zew.uni-hannover.de/offene_universitaet_fuer_frauen



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