Dienstag, 20.11.2018
und pünktlich wie immer

Gewinne, Gewinne

Sorry!
Heute nichts zu gewinnen.

Kaiser-Friedrich-Forschungspreis für Leibniz Universität

Wissenschaftler des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien (HOT) und des Instituts für Technische Chemie (TCI) der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover sind am 18. Oktober 2018 mit dem renommierten Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2018 ausgezeichnet worden. Der Preis, der alle zwei Jahre in der Kaiserpfalz in Goslar verliehen wird, zeichnet Ergebnisse aus der Forschung aus, die ein hohes Innovationspotential für technische und naturwissenschaftliche Entwicklungen und eine deutliche Perspektive für die Umsetzung in neue Produkte oder Verfahren erkennen lassen. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert. 

Der diesjährigen Kaiser-Friedrich-Forschungspreis ging an das interdisziplinäre Team SmartSens: Dieser neuartigen Technologie zugrundeliegende Kunststoffchip funktioniert als hoch-effizientes medizinisches Labor. In Verbindung mit der technischen Ausstattung eines handelsüblichen Smartphones können künftig gesundheitsrelevante Werte im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten von Anwendern direkt vor Ort gemessen werden – mobil und ohne Arztpraxis oder Labor. Die Flüssigkeit wird über den Sensorchip geleitet, durch das Smartphone erfasst und vor Ort ausgewertet.
Weitere Infos bei Prof. Dr. Bernhard Roth, Hannoversches Zentrum für Optische Technologien an der LUH, Tel. (0511) 76217907 oder per E-Mail unter bernhard.roth@hot.uni-hannover.de.

Inklusion 4.0 schafft Arbeitsplätze

Der fortschreitende Einsatz von Digitalisierung und Robotik geht vermeintlich oftmals mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen einher. Dass durch die Digitalisierung jedoch auch Arbeitsplätze geschaffen werden können, zeigt ein praktisches Anwendungsbeispie: Der Schaltschränkehersteller Schubs aus Hameln hat mit Unterstützung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hannover „Mit uns digital!“ einen digitalen Assistenten entwickelt. Das Gerät projiziert mit einem Beamer jedes Bauteil bei der Montage dorthin, wo es festgeschraubt werden muss und meldet anschließend automatisch, ob das Teil richtig montiert wurde. Vorher war die Montage der Schaltschränke mit Stücklisten, Aufbauplänen und Etikettenblättern zur Anleitung und Dokumentation recht kompliziert und konnte nur von Fachpersonal umgesetzt werden – Personal, das dem Unternehmen an anderer Stelle fehlte. Dank des digitalen Assistenten können die Schaltschränke nun auch von Menschen mit Handicap montiert werden. Die Schubs GmbH konnte 14 Menschen mit Behinderung zusätzlich einstellen. So federt das neue System auch den Fachkräftemangel ab, denn ausgebildete Elektriker sind derzeit rar.
Der Geschäftsführer der Firma Schubs, Axel Schulz, hatte bereits vor längerer Zeit die Vision, Montageprozesse digital zu unterstützen. Für die Umsetzung bewarb er sich beim Kompetenzzentrum: „Alleine hätten wir das kaum geschafft. Uns fehlte vor allem die nötige Zeit und Erfahrung im Umgang mit Programmiersystemen.“ Das Zentrum entwickelte für Schubs einen Softwaredemonstrator, der sich intuitiv bedienen lässt, und stellte die Hardware zusammen. „Wir versuchen, praxistaugliche Lösungen für den Mittelstand zu finden, die sich leicht umsetzen lassen – ohne riesige Investitionen oder IT-Fachwissen in den Firmen“, sagt Dr.-Ing. Michael Rehe, Geschäftsführer von „Mit uns digital“.
Weitere Infos bei Gerold Kuiper, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover der LUH, Tel. (0511) 762 18325 oder per E-Mail unter kuiper@mitunsdigital.de.



Wirkung von Lasern am Auge

Ab Herbst diesen Jahres wird ein standortübergreifendes Projekt der Universitätsmedizin Rostock und der Leibniz Universität Hannover mit 850.000 Euro über 3 Jahre von der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das Forschungsprojekt befasst sich mit dem Ansatz, durch die Nutzung von ultrakurzen Laserpulsen beispielsweise die Diagnose und Therapie eines Keratokonus zu verbessern. Bei dieser bisher nicht heilbaren Erkrankung verformt sich die Hornhaut wegen einer veränderten Biomechanik. Anhand von Techniken der Biophotonik sei es nun das Ziel, die Diagnostik zu verbessern und Zellen und Gewebe durch Laserstrahlen gezielt zu beeinflussen.

Den therapeutischen Teil des Projektes entwickelt die Hannoveraner Forschungsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Heisterkamp vom Institut für Quantenoptik. Zum Erfolg des Projektes trägt die Vernetzung der Gruppe mit weiteren Forscherinnen und Forschern innerhalb des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) bei.



Blockchain-Kompetenznetzwerk

Studierende der Leibniz Universität Hannover (LUH) bieten mit dem Blockchain-Kompetenznetzwerk (BKN) ab sofort Beratungsdienstleistungen mit den Schwerpunkten Blockchain, Künstliche Intelligenz und Big Data an. Die studentische IT-Beratung stellt sich ganz explizit den Fragen der Digitalisierung. „Wir sind überzeugt, dass diese Technologien Schlüssel und Treiber jeder zentralen Entwicklung der nächsten Jahre sein werden“, sagt der Gründer der Initiative, Doktorand Alexander Johnston.
Das Blockchain-Kompetenznetzwerk ist aus einem interdisziplinären Kreis von Studierenden und Doktoranden der LUH hervorgegangen. Der Begriff Blockchain steht für eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, genannt Blöcke, die mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind. Der Name der Initiative soll den besonderen Stellenwert der Blockchain als zukünftige Basistechnologie hervorheben. Gleichzeitig ist die Überschneidung zu Themen wie Big Data, Deep Learning und verwandten Bereichen der Künstlichen Intelligenz wichtig.
Das BKN bietet Unternehmen, NGOs und öffentlichen Verwaltungen individuell angepasste Beratungsdienstleistungen an.
Neben der Beratung von Firmen und Verwaltungen bietet die Unternehmensberatung auch öffentliche Veranstaltungen an und hilft bei der Vernetzung von regionalen und überregionalen Akteuren. Dafür soll ein Beirat mit herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Akteuren aus Wirtschaft und Politik gegründet werden. Erste Zusagen von Professoren gibt es bereits.
Studierende und Promovierende aller Fachbereiche und aller hannoverschen Hochschulen sind eingeladen, zu einem der wöchentlichen Treffen zu kommen. Diese finden jeden Mittwoch um 18 Uhr in der Bibliothek des Instituts für Rechtsinformatik (IRI) im 8. Stock des Conti-Hochhauses, Königsworther Platz 1, statt. Weitere Informationen unter www.blockchain-kompetenznetzwerk.de   



Offene Universität für Frauen

An der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung der Leibniz Universität Hannover veranstaltet die Offene Universität für Frauen ab 15.10. wieder zwei Kurse im Rahmen ihres viersemestrigen wissenschafts- und praxisorientierten Weiterbildungsangebots. Das Programm hilft, Erschließungskompetenzen zu erweitern, eigene Stärken zu entdecken sowie neues Wissen zu erwerben. Dazu gehören u.a. die mit praktischen Übungen verbundenen Themen Konfliktmanagement, Kommunikations-, Präsentations- und Schreibtrainings sowie Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Inhaltlich werden Themen rund um Geschlechterbeziehungen, Arbeitswelt und gesellschaftlichen Wandel u.v.a. gesellschaftspolitische und soziologische Fragestellungen ausgeleuchtet. Das Angebot richtet sich an Frauen, die sich in einer Lebensphase der privaten und/oder beruflichen Neuorientierung befinden, sowie an Frauen, die sich wünschen, neue, intensive Lernerfahrungen zu machen und Chancen zur persönlichen Weiterentwicklung wahrzunehmen. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt!
Zum Wintersemester 2018/19 starten wir am 15.10. einen Vormittagskurs (Mo u. Mi, 8.45-12.00 Uhr) sowie einen Abendkurs (Mo, 18.00-20.45 Uhr). In den Schulferien finden keine Seminare statt. Näheres erfahren Sie auf unseren Informationsveranstaltungen am Mo, 28.05, um 16.00 Uhr, Mi, 06.06., Mi, 15.08. und Mi, 12.09., jeweils um 10.00 Uhr, am Mo, 04.06., 13.08. und 10.09., jeweils um 18.00 Uhr, in der Leibniz Universität Hannover, Schloßwender Str. 7, 30159 Hannover (auf dem Hof), Auskunft: Britta Jahn (0511/762-19108), Shahrsad Amiri (762-14194) oder im Internet unter: www.zew.uni-hannover.de/offene_universitaet_fuer_frauen



Initiative Wissenschaft Hannover

Mehrere tausende Erstsemester haben vor Kurzem ihr Studium in Hannover begonnen. Für sie alle ist es wichtig, die neue Stadt schnell kennenzulernen und neue Bekanntschaften zu schließen. Gerade die internationalen Studierenden profitieren durch schnellen Ausbau ihrer sozialen Kontakte, Netzwerke und den Austausch, insbesondere zur Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse. Mit dem neuen Willkommensformat „HannoVersity“ gibt die Initiative Wissenschaft Hannover ihnen genau dazu Gelegenheit. Bis zum März 2018 wird nun monatlich eine Veranstaltung stattfinden. Das Studentenwerk Hannover lädt die Gäste im November zu den WohnHausmusiktagen ein. Im Dezember veranstaltet das Senior Student Partnership Projekt der Leibniz Universität ein vorweihnachtliches Plätzchenbacken. Die Hochschule für Musik, Theater und Medien lädt im Januar zu einem ERASMUS+ Konzert ein. Im Februar öffnen die Stiftung Tierärztliche Hochschule und die Medizinische Hochschule an je einem Tag ihre Clinical Skills Labs und machen so Medizin anfassbar. Das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung widmet sich zum Abschluss des Formates gemeinsam mit den Studierenden der Frage „Biomedizintechnik – Was ist das?“. Mehr Infos unter www.hannoversity.de.



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