Sonntag, 14.07.2024
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Hochschul-News

Richtfest beim Forum Wissenschaftsreflexion
Baufortschritt des Forschungsbaus der Geistes- und Sozialwissenschaften in der hannoverschen Nordstadt wird gefeiert
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Mit Matrix Evolution zu langlebigen Implantaten
Verbund von Wissenschaftlerinnen der Leibniz Universität Hannover und der MHH erhält rund 1,5 Millionen Euro Forschungsförderung
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Preis für die Entwicklung der Hautkrebsdiagnostik
Kooperationsprojekt der Leibniz Universität Hannover und der Universität Rostock zur Hautkrebsfrüherkennung erhält Auszeichnung
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75 Jahre Grundgesetz
Am 12. Juni 2024 spricht Peter Müller, Richter a.D. des Bundesverfassungsgerichtes und ehemaliger Ministerpräsident des Saarlandes, an der Leibniz Universität Hannover
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Mach mal! Du kannst was ändern... | Zurück

Das OECD warnt vor Kaskaden von Kipppunkten im Klimasystem, China und die USA erreichen in ihren Beziehungen immer neue Eskalationsstufen, der Krieg in der Ukraine könnte noch lange dauern, regelmäßig macht ein Raunen vom Dritten Weltkrieg oder vom Atomkrieg die Runde, Trump wird womöglich nochmals Präsident und als wäre das alles noch nicht genug, werden auch die scheinbar normalen Mitmenschen immer irrer und die Irren immer zahlreicher. Vegane Fernsehköche mausern sich zu wirren Volksverhetzern auf der Flucht, gehörnte Büffelmänner stürmen das Kapitol und misslaunige Autofahrer*innen rollen nervigen Klimakleber*innen hin und wieder genüsslich über den Fuß. Was ist eigentlich passiert in den vergangenen zwei, drei, vier Jahren. Die Welt scheint mehr und mehr aus den Fugen zu geraten. Was tun? Ein Weg, den inzwischen viele gehen, ist gepflegte Ignoranz. Man schaltet die Nachrichten gar nicht erst ein, lässt all die Hiobsbotschaften nur noch ganz entfernt an sich vorbeirieseln, lässt den Kopf lieber unter der Decke, macht es sich zwischen Konsumismus und Eskapismus bequem, geht gewissermaßen in die innere Migration.

Oder man wählt den entgegengesetzten Weg – und wir machen hier gar kein Geheimnis daraus, dass wir diesen Weg wesentlich klüger finden. Man wird aktiv, man mischt sich ein, mischt mit, versucht zu verändern, was im Kleinen möglich ist. „Du kannst eh nichts ändern“, dieser Satz ist reines Gift. Natürlich können wir alle etwas ändern! Und dann kann eine Idee ziemlich groß werden. Ein paar Anregungen für Möglichkeiten, die Welt oder doch zumindest Hannover ein bisschen besser zu machen, haben wir im Folgenden zusammengetragen.

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>> Gerd Altmann / Pixabay.com

BUNDjugend Hannover
Seit Januar 2018 trifft sich die BUNDjugend Hannover nun schon dienstags ab 18 Uhr im Landesjugendbüro von JANUN oder draußen im Park, um gemeinsam vegan und saisonal zu kochen, über ökologische Themen zu debattieren und vor allem Aktionen, Flashmobs und Demos zu planen und zu besuchen (wie die Wir haben’s satt-Demo in Berlin). Mit diesen wird von Jugendlichen zwischen 14 und 27 Jahren zum Ausdruck gebracht, was wichtig ist: ein schneller Kohleausstieg, die Vermeidung von Plastikmüll und Klimagerechtigkeit. Zur breiten Themenpalette der BUNDjugend gehören neben „Klima und Energie“ auch „Artenschutz“, „Bodenfruchtbarkeit“, „Bergbau“, „Gewässerschutz“, „Landwirtschaft“, „Moorschutz“, „Naturgarten“, „Stadtentwicklung und Verkehr“ sowie „Wald und Baumschutz“. Auch gibt es regelmäßig DIY-Treffen, bei denen eigene Kosmetik hergestellt, Marmelade eingekocht oder auch Upcycling betrieben wird. Zuletzt wurde auch ein regelmäßiges Nähcafé organisiert, bei dem die BUNDjugend Kleidung repariert und Nähen lernt. Kurzum: Die BUNDjugend ist ein Platz, an dem sich alle gegenseitig dazu inspirieren, nachhaltiger zu leben. Einen Überblick verschaffen können sich Interessierte auf www.bund-region-hannover.de. Und wer mal vorbeischauen will oder an Aktionen teilnehmen möchte, trifft die BUNDjugend regelmäßig beim Buju-Stammtisch immer am ersten Mittwoch im Monat um 17:30 Uhr im Landesjugendbüro von JANUN – odr auch im Freien, weshalb eine Anmeldung per E-Mail angeraten ist.

Cameo Kollektiv
Beim Cameo Kollektiv setzen sich Mitglieder seit 2016 dafür ein, ein Upgrade durch Migration vorzuleben und für alle sichtbar zu machen, indem sie als transkulturelle Community – bestehend aus Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Hintergründe – Projekte entwickeln und veranstalten, die aufklären, Vorurteile in Frage stellen und vor allem Menschen zusammenbringen. Immer gemäß der Grundüberzeugung eint: Wo unterschiedliche Denkweisen und Erfahrungswerte aufeinandertreffen, entsteht Großes. Allen Menschen soll eine Stimme und ein Gesicht gegeben werden und Vielheit wird mit den Projekten des Vereins analog und digital erlebbar gemacht. Wissensvermittler*innen für Vielheit teilen das Wissen über Vielheit über politische und kulturelle Bildung in Workshops oder aber in Beratungen. Mehr Infos finden Interessierte auf www.soziokultur-change.de/institutionen/cameo.

Gleis D
Gut 30 Jahre betrieb der Verein zur Förderung von Jugendkultur und Sport e.V. die Yard Skatehall in Hannover. Seit 2018 betreibt er nun die Gleis D Skatehalle und bietet so seit über 20 Jahren Trendsportler*innen aller Altersklassen und Gesellschaftsschichten einen Ort zur Ausübung ihrer Leidenschaften aus dem Bereich des Rampensports: Skateboarder, BMXer, Blader, Scooter und Dirtbiker können im großzügigen Rampen-Indoorbereich sowie auf dem Außengelände treffen, das die Möglichkeit bietet, zu jeder Jahreszeit zu skaten. Die Führung des anerkannt gemeinnützigen Vereins wird dabei von sportlich aktiven Ehrenamtlichen übernommen, die sich neben ihrem Beruf für die Skatehalle einsetzen. Organisiert wird der Verein dementsprechend durch das Engagement Jugendlicher und junger Erwachsene. Geleistet wird auch Jugendarbeit, denn hier finden Kinder und Jugendliche einen Ort, um sich auszutoben und um soziale Kontakte zu knüpfen. Es wird also ein essentieller Beitrag zur Entwicklung verschiedener Jugendszenen erbracht. Das Team wächst stetig an neuen Menschen und ihren Ideen, weshalb auch jede*r eingeladen ist, mitzumachen – sei es in einem der bestehenden Aufgabenbereiche, oder in der Umsetzung neuer Projekte. Weitere Infos kann man auf www.gleis-d.de einsehen.

Naturfreundejugend Niedersachsen
Die Naturfreundejugend Niedersachsen ist als Jugendorganisation der Naturfreunde entstanden. Aus ihrer sozialistischen Tradition und als gemeinnütziger Verband der Arbeiter*innenbewegung fühlt sie sich einer sozial-ökologischen Transformation verpflichtet und entsprechen den Werten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verbunden. Tätigkeiten umfassen sowohl den Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche als auch Kooperationen mit Schulen sowie ein Angebot an Bildungsmaßnahmen rund um Themen wie zum Beispiel „Nachhaltigkeit“, „Umweltschutz“, „Naturerlebnis“, „Diversität“, „Solidarität“, „Demokratie“, „Antidiskriminierung“, „Kapitalismuskritik“, „internationale Begegnungen“ oder auch eigene Ideen, die Jugendliche und junge Erwachsene mit der Unterstützung der Naturfreundejugend in die Tat umsetzen können. Vor allem auf auf Antidiskriminierung, Antirassismus, Demokratiebildung und Solidarität wird ein Fokus gelegt – mit dem Ziel, für eine vielfältige Gesellschaft einzustehen, in der alle Menschen mit ihren diversen Lebensstilen ihren Platz haben. Wer neue Menschen kennenlernen und für soziale und ökologische Themen streiten möchte, kann Teil der Naturfreund*innen werden. Infos gibt es auf www.niedersachsen.naturfreundejugend.de.

MachWas1_cHermannTraub_Pixabay>> Hermann Traub / Pixabay.com

SCHLAU

SCHLAU ist ein Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekt zu geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen. In Workshops mit Schulklassen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bieten ehrenamtliche Teams die Möglichkeit, mit jungen lesbischen, schwulen, bi, trans*, inter* und queeren Menschen ins Gespräch zu kommen. Was durchaus wichtig ist, denn zwischen fünf und zehn Prozent aller Menschen sind nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung schwul, lesbisch, bi oder trans* – also etwa ein oder zwei Jugendliche in jeder Schulklasse; und Unverständnis, Ausgrenzung und sogar Gewalt sind Erfahrungen, von denen die meisten betroffenen Jugendlichen berichten – wohl auch deshalb, weil in deutschen Klassenzimmern über sexuelle Orientierung und Geschlechteridentitäten kaum gesprochen wird. Einer Studie des Deutschen Jugendinstitut im Herbst 2015 zufolge erfuhren acht von zehn befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Diskriminierung – und 55 Prozent der Befragten erlebten dies im schulischen Kontext. SCHLAU-Teamer*innen haben häufig ähnliche Erfahrungen in ihrer eigenen Schulzeit gemacht. Für die meisten ist das Motivation genug, LGBTIQ*-Themen mit Schulklassen im Rahmen der Workshops anzusprechen … um Vorurteile und Klischees zu erkennen und zu reflektieren, Kompetenzen für ein Engagement gegen Homo- und Trans*feindlichkeit zu vermitteln, Diskriminierung sichtbar und ihre Mechanismen methodisch erfahrbar zu machen oder für die Lebenssituation von jungen LSBTIAQ*-Personen zu sensibilisieren. Wem es wichtig ist, dass queere Themen in Hannovers Schulen einen Platz haben und wer zwischen 18 und 27 Jahren alt ist, Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen hat, die eigene queere Geschichte teilen möchte und Zeit für zwei Workshops im Monat hat, ist genau richtig im SCHLAU-Team. Infos sind auf www.schlauhannover.de zu finden.

SNNTG
Auf den vier Bühnen – Gleis 0, Öllager, Hohenfels und Wummerland – sowie auf dem gesamten Festivalgelände des SNNTG erwartet die Besucher*innen ein spannendes und buntes Repertoire mit Klängen aus Jazz, Indie, Soul, Pop, HipHop und experimenteller Richtung sowie ein breit gefächertes elektronisches Line Up von Downtempo über House bis zu Techno. Stetig wechseln sich dabei regionale Künstler mit aufstrebenden Musikern aus ganz Deutschland und darüber hinaus ab. In diesem Jahr liegt der Fokus aber auch auf dem nicht-musikalischen Programm, wobei sich der Schwerpunkt dabei um das Thema „Körperlichkeit” rankt. Besucher*nnen können sich auf verschiedene künstlerische Auseinandersetzungen und Interpretationen des Themas freuen – von gesprochenem Wort bis zu Theater und Performance. Und freilich wird es auch diesmal wieder die Gelegenheit geben, während des Aufbaus, am Festivalwochenende oder in der Abbauphase Teil des Teams zu werden. Wer schon jetzt beim Organisieren und Planen dabei sein und den SNNTG Vibe spüren möchte, meldet sich ganz einfach per E-Mail an mitmachen@snntg.de und schaut beim nächsten Treffen vorbei.

DRK Region Hannover e.V.
Der DRK-Region Hannover e.V. ist Teil einer modernen Organisation, die in verschiedenen gesellschaftlichen Aufgabenfeldern Hilfe in vielfältiger Form anbietet. Dabei liegen jeglichem Handeln die Grundsätze des Roten Kreuzes – Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität – zu Grunde, die für die Arbeit von entscheidender Bedeutung sind. Ehrenamtlich kann man sich hierbei auf mannigfache Weise: Beim Katastrophenschutz sind mehr als 500 Aktive in sieben Einsatzzügen in ihrer Freizeit für die Bürger*innen im Einsatz. Und engagierte Ehrenamtliche für den Partnerbesuchsdienst für Senior*innen werden ebsno gesucht wie Helfer*innen beim Ehrenamt in der Obdachlosenhilfe. Wer sich über die Möglichkeiten informieren möchte, geht einfach auf www.drk-hannover.de.

WASMITHERZ
WASMITHERZ ist eine Gemeinschaft, ein Ort sowie gleichzeitig auch eine Lebenseinstellung. Menschen sollen dazu motiviert und inspiriert werden, ihre eigenen kleinen Herzens-Projekte anzugehen. Mit 7 Gründungsmitgliedern hat man beim WASMITHERZ 2017 gemeinschaftlich im Zentrum der Nordstadt Räumlichkeiten angemietet und diese in einen Ort verwandelt, der verschiedensten Projekten Platz zum Ausprobieren und Realisieren bietet. 20 Vereinsmitglieder und fast 100 monatliche Fördermitgliedern haben es sich heute zur Aufgabe gemacht haben, gemeinnützige Organisationen, kulturelle Vielfalt im Stadtteil Nordstadt und alternative Bildungsangebote zu unterstützen. Im Nachbarschaftszentrum der Gemeinschaft findet man die Möglichkeit, sein persönliches Herzensprojekt umzusetzen, es im Kiez-Büro weiterzuentwickeln oder stundenweise das Nachbarschaftszentrum für Veranstaltungen, Kurse oder Meetings zu nutzen. Auch kann man sich bei vielen sozialen Projekten engagieren. Zu diesen gehören etwa die Lebensmittel-Fairteilung 30167, das Meet & speak zum Aufbessern von Deutschkenntnissen oder der 30167 Community Day zum Aufhübschen des Stadtteils. Weitere Infos gibt es auf www.wasmitherz.de.

Young Amnesty Hannover
Young Amnesty Hannover ist eine Gruppe von Studierenden, Auszubildenden und Freund*innen, die sich gemeinsam für die Menschenrechte einsetzen. Ehemals eine „Hochschulgruppe“, möchte man nun, dass sich alle willkommen fühlen: egal ob man studiert, mitten im Berufsleben steckt oder was ganz anderes macht. Mit Urgent Actions, Briefen, Appellen, Pressearbeit, öffentlichkeitswirksamen Aktionen sowie Lobbyarbeit gegenüber Regierungen, Institutionen und Wirtschaftsunternehmen macht Amnesty International bekanntlich Druck für eine gerechtere Welt. Die Stärke liegt dabei im freiwilligen Engagement der zahlreichen Mitglieder und Unterstützer*innen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Altersgruppen, die miteinander verbunden sind, um lokal wie global ihre Ziele zu erreichen. Bei Young Amnesty Hannover organisiert man Infoabende und Podiumsdiskussionen, geht auf Demos und Mahnwachen, auf Festivals und Straßenfeste, organisiert eigene Partys … Wer aktiv etwas gegen Menschenrechtsverletzungen tun will, hat hier viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Anfragen kann man per E-Mail an info@amnesty-hannover.de richten.

Ökostadt e.V.
Der Verein Ökostadt e.V. fördert Umweltschutz durch aktive Beteiligungskultur und gemeinschaftliches Nutzen und besetzt Klimagerechtigkeit positiv. Der Fokus des Vereins liegt auf dem Umweltschutz durch Beratung, Öffentlichkeitsarbeit sowie Forschungen und Studien über umweltgerechte Mobilität, die Einsparung von Müll, Rohstoffen und Energie. Ökostadt führt zudem Pilotprojekte im wirtschaftlichen Eigenbetrieb mit der Perspektive einer unternehmerischen Ausgründung. Mit verschiedenen Projekten steht man hier für die Transformation zu einer umweltgerechten Stadt ein. Wer sich hier einbringen will, den erwarten ein gut organisiertes und frisches Umfeld, in dem man sich weiterentwickeln und Verantwortung übernehmen kann, flache Hierarchien und agile Zusammenarbeit, ein von Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung geprägtes Miteinander sowie flexible Arbeitszeiten und selbstbestimmte Teilzeit-Modelle. Infos lassen sich auf www.oekostadt.de finden.

>> JB
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Nichts dabei? Dann schau doch mal hier:

www.freiwillig-in-hannover.de
www.balu-und-du.de

www.malteser-hannover.de
www.sjr-hannover.de
www.drk-hannover.de
www.caritas-hannover.de
www.bund-region-hannover.de
www.jugend-politik-dialoge.de
www.vnb.de
www.beta.upgration.de

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